Aufklärungsarbeit

Was will die IG?

Obschon moderne und auf den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen basierende Hundeausbildung immer mehr Einzug hält, sind veraltete Trainingsmethoden, basierend auf der "Dominanztheorie" noch viel zu oft anzutreffen. Hundetrainer mit fundierter Ausbildung lernen keine "Techniken" mehr mit Zwang, Schmerz-, Angst- und Schreckreizen. Sie können hundisches Verhalten lesen, erklären und die zugrunde liegende Emotion erkennen. Nur so kann auch die Ursache von Verhaltensproblemen und nicht nur deren Symptome bekämpft werden. Und auf diese Art kann Lernen in einem stressfreien Umfeld stattfinden.

 

Nicht Böswilligkeit oder Willkür führen zu Missverständnissen in der Hundeerziehung. Sondern fehlendes Wissen oder falsche und widersprüchliche oder verwirrende Informationen bereiten den Hundehaltern Mühe. Unser Anliegen besteht deshalb darin, die Hundehalter aufzuklären. Ihnen aufzuzeigen, was die Wissenschaft in den letzten Jahren alles erforscht hat und wie ein fairer und artgerechter Umgang mit dem Hund funktioniert.

 

Hundetrainer ist keine geschützte Berufsbezeichnung. Somit kann

sich jeder, der möchte diesen "Titel" verleihen. Sogenannte Hundetrainer arbeiten ohne fundierte Ausbildung und mit veraltetem

und längst überholtem Wissen, welches sie selber so übernommen haben.

 

Aversive Trainingsmethoden funktionieren. Ist doch die körperliche Unversehrtheit für jedes Lebewesen eines der höchsten Güter. Über Angst und Schmerzen kann schnell und effektiv ein Resultat erzielt werden. Nicht nur bei Hunden. Hingegen benötigen über positive Verstärkung trainierte Verhalten oftmals länger bis sie generalisiert, d.h. in verschiedenen Situationen, unter starker Ablenkung und an verschiedenen Orten abrufbar sind.

 

Mit Zwang, Angst- und Schreckreizen trainierte Übungen sind für den Laien gegen aussen kaum von gewaltfrei auftrainierten Übungen zu unterscheiden. Für den Hund ist es jedoch ein riesiger Unterschied! Es ist nicht dasselbe, wenn er, beispielsweise bei einer Warteübung, aus Angst vor Strafe sich nicht traut, aufzustehen und deshalb sitzen bleibt oder ob er gelernt hat, dass es sich lohnt, zu warten, weil eine angenehme Konsequenz folgt. Die Lebensqualität des Hundes und die Beziehung zu seinem Besitzer leidet stark unter aversiven Trainingsmethoden. Überdies lernt er die im Alltag unbedingt nötige Impulskontrolle lediglich dadurch, dass er sich, in Erwartung einer Belohnung, selber zusammennimmt.